cristin claas

Samstag, 17. Oktober 2020, 20 Uhr, Würmtalhalle Mühlhausen

Eröffnungskonzert mit dem Cristin Claas Trio

Die Corona-Pandemie hat auch bei den 34sten Mühlhausener Musiktagen ihre Zeichen gesetzt. Denn notgedrungen musste der Veranstalter den Umzug vom kleinen Probelokal im Kollmar- und Jourdan-Gebäude in die 4x größere Würmtalhalle vornehmen  – eine Maßnahme, die notwendig wurde, um die Musiktage überhaupt stattfinden zu lassen. Durch die eigens für diese Veranstaltungsreihe angefertigten runden Tische, an denen jeweils bis zu 5 Personen Platz fanden, eine eingebaute Bühne, die von allen Sitzplätzen gut einsehbar ist und ein entsprechendes Beleuchtungskonzept gelang es, selbst in die sonst hauptsächlich zum Sport genutzte Würmtalhalle eine sehr gute für diese Veranstaltungsreihe passende Atmosphäre zu zaubern.

Gleich zu Beginn wurden die Gäste vom „MVM-Personal“ an ihren Tisch geleitet und dort sehr schnell mit Getränken und leckerem Essen aus der MVM-Küche versorgt.

Pünktlich um 20.00 Uhr ging dann das Licht in der Halle aus, und alle Augen richteten sich auf die Bühne, auf der Florian Jost die Gäste begrüßte und in seinem bewegenden Rückblick über die vergangenen Monate für alles dankte, was beim MVM trotz Corona auf die Beine gestellt werden konnte. „Trotz Corona stecken wir den Kopf nicht in den Sand. Wenn unser kulturelles Leben stirbt – der MVM spielt bei der Beerdigung.“ – mit dieser Aussage leitete Florian dann über und begrüßte die drei Musiker des „Cristin Claas Trios“ in Mühlhausen. Seit rund 15 Jahren tourt das Trio durch die Lande. Über 900 Konzerte im In- und Ausland wurden in dieser Zeit gespielt – daneben 8 CDs aufgenommen und veröffentlicht. Mit Cristin Claas ist es den Verantwortlichen des MVMs gelungen, eine herausragende Sängerin neben ebenso begnadeten Musikern wie Pianist und „Allround-Talent“ Christian Reuter und Gitarrist Stephan Bornmann zu gewinnen.

Dies zeigte sich schon gleich zu Beginn, als Cristin Claas ihre Qualitäten im „Sprechgesang“ zeigte und mit einer gesanglichen Begrüßung äußerte, wie sehr sie sich freue, in dieser „besonderen Zeit“ dieses Konzert geben zu dürfen.

Bereits beim nächsten Song erschienen im Publikum viele imaginäre Fragezeichen bezüglich der Sprache, in der der Titel präsentiert wurde – ähnelte der eingängliche „Singsang“ doch irgendwie einer afrikanischen oder vielleicht nordischen Sprache.

Weder noch – denn es handelte sich um eine eigens von Cristin Claas kreierte Phantasiesprache. Immer wieder kam im Laufe des Abends das von Christian Reuter benannte „claasisch“ zum Einsatz – zum Teil mit deutscher Übersetzung oder in Kombination mit sehr gut dargebotenem Englisch. Kurz vor der Pause kam es laut Christian Reuter zum dramaturgischen Höhepunkt des Abends: denn das Publikum wurde durch einen immer wiederkehrenden Klatschrythmus in einen Song eingebunden. Auch nach der Pause durften die Gäste nochmal aktiv werden. Dieses Mal sogar gesanglich. Mit in zwei Gruppen präsentiertem „di di dei di di du“ untermalte das Publikum den durchdringenden Gesang von Cristin Claas. Mit dem schönen und zur derzeitigen Situation sicher gut passenden Titel „Life goes on“ endete der offizielle Teil des Konzertes, dem Cristin Claas und ihre beiden Musiker durch perfekt in deutscher, englischer und „claasischer“ Sprache dargebotene „Songpoesie“ eine ganz besondere Note verliehen haben.

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